112 355 Bürger haben für die Abkehr vom Turbo-Abitur in Nordrhein-Westfalen unterschrieben

Die erste nur von Bürgern initiierte und durchgeführte Volksinitiative in NRW endet mit einem großen Erfolg: Statt der gesetzlich vorgeschriebenen 66 322 von allen Kommunen bestätigten Unterschriften konnten wir 99 071 Unterschriften mit Bestätigung des Wahlrechts vorlegen.

Mit dem Einreichen der Unterschriften der Volksinitiative „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien - Mehr Zeit für Gute Bildung“ wird unser Gesetzesentwurf in den Landtag eingebracht. Dieser erlaubt es Schülerinnen und Schülern, ein Jahr mehr Zeit zum Lernen und Kind-Sein zu gewinnen. Dies wird durch eine generelle Rückkehr zu G9 und die Beschränkung der täglichen Unterrichtspflicht erreicht.

76 % aller Bürger in NRW lehnen das Turbo-Abitur ab.

Die Bevölkerung hat das Spiel der Ministerin mit ihrem „Runden Tisch“ durchschaut: Ihr 10-Punkte-Plan war nie etwas anderes als die Verteilung von Placebos, um „Ruhe an der Schulfront“ zu bekommen. Die Veröffentlichung der Empfehlungen führte nicht, wie von der Ministerin erhofft, zu einer "Eindämmung" der Volksinitiative; das Gegenteil war der Fall: Unterstützer der Initiative engagierten sich umso mehr. Mehr als die Hälfte der Unterschriften wurde nach Abschluss des „Runden Tisches“ geleistet.

Die Landesregierung sollte endlich für die Kinder eintreten und nicht weiterhin gegen sie agieren. Und unsere Abgeordneten sollten sich daran erinnern, dass sie Ihrem Gewissen und dem Volk verantwortlich sind und nicht in erster Linie ihrer Fraktion, ihrer Ministerpräsidentin oder der Kultusministerin. Wenn sich die politischen G8-Vertreter so klar gegen das Volk stellen, dem sie eigentlich dienen sollten, verdienen sie es nicht, das Volk weiter zu vertreten.

„Man kann Schlechtes verbessern,“ schreibt die Schriftstellerin Barbara Kirchner, „ohne das anzutasten, was am Schlechten schlecht ist. Es wird dann anders schlecht, nicht besser. So kriegt man, bei bestem Gewissen, viel Zeit rum.“

Joomla templates by a4joomla