Die Volksinitiative "G9 jetzt NRW", die sich für die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums wie in Niedersachsen oder Hessen einsetzt, hat eine weitere Etappe geschafft: Passend zur heutigen Unterrichtung des Landtages durch die Regierung wurden bis zum 17. Dezember 50.179 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern aus NRW gesammelt.

Die Volksinitiative hat noch bis März Zeit, 66.322 Unterschriften zu sammeln, um im Landtag eine Behandlung der Forderung nach einer Rückkehr zu G9 zu erwirken.

Im Rahmen der Verkürzung der Schulzeit um ein Jahr wurden die bis zum Abitur zu leistenden Unterrichtsstunden auf acht statt neun Jahre verteilt. Dadurch steigt verglichen mit Hessen oder Niedersachsen die Anzahl der Unterrichtstunden pro Woche um 3,7 an und nicht um 10 Minuten pro Tag, wie Frau Löhrmann bewusst irreführend verbreiten lässt. Welche Auswirkungen dies hat, zeigt dieser Offene Brief einer Schülerin sehr deutlich. Dieser G8-Stress ist in NRW an allen Schulformen wirksam, weil für alle Schulformen, auch für Haupt-, Real-, und Gesamtschulen die Zahl der Wochenstunden erhöht wurde und die 2. Fremdsprache und der Wahlpflichtbereich auf die 6. Klasse vorgezogen wurden.

Obwohl die Rückkehr zu einem 9-jährigen Gymnasium dem Landeshaushalt und damit allen Steuerzahlern im Verlauf von 6 Jahren über 900 Millionen Euro einsparen würde, will die Landesregierung weiterhin am Zwang zu G8 festhalten. In der heutigen Landtagsdebatte wird wieder einmal versucht, die durch Gängelung und Verweigerung von Wahlmöglichkeiten geprägte Politik durch den sattsam bekannten 10-Punkte-Plan zu rechtfertigen.

"Warum verweigert die Regierung den Kindern die Freiheiten, die alle Politiker in ihrer Jugend selbst genossen haben?" fragt Marcus Hohenstein, Sprecher der Volksinitiative.

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