Drucken

Bewertung des Runden Tisches zur Schulzeitverkürzung am 05.05.2014 in der Staatskanzlei durch die Elterninitiative G9-jetzt! in NRW

Eine Woche nach dem "Runden Tisch" in der Staatszanzlei in Düsseldorf zieht die Elterninitiative G9-jetzt! in NRW Bilanz: Der "Runde Tisch" war die Reaktion der NRW-Bildungsministerin auf die sich verschärfende Kritik der Öffentlichkeit an den Folgen der Schulzeitverkürzung.

Im Gegensatz zu den anschließenden Verlautbarungen der Ministerin war der "Runde Tisch" kein offenes Forum, das die verschiedenen Interessen in der Gesellschaft widerspiegelte. Während die nordrhein-westfälischen Bürger und Wähler nur zu 15 % am verkürzten Bildungsgang am Gymnasium festhalten wollen, war die Zusammensetzung des "Runden Tisches" völlig verzerrt und daher nicht annähernd repräsentativ. Eine überwältigende Mehrheit der eingeladenen Interessenvertreter setzte sich für ein kompromissloses Festhalten an G8 ein. Die Ministerin konnte sich angesichts der von ihr bestimmten Mehrheits­verhältnisse im Saal auf die Rolle einer neutralen Moderatorin beschränken.

"Besonders ärgerlich war das Verhalten der anwesenden Landtagsabgeordneten aller Fraktionen", so Marcus Hohenstein, Sprecher von G9 Jetzt! in NRW. "Während der offiziellen Konferenz schwiegen alle Parteivertreter eisern, während der Pause übten sie den Schulterschluss mit den G8-Verfechtern. Wohingegen sie das Gespräch mit den Elterninitiativen demonstrativ mieden."

Aus diesem Grund rechnet G9-jetzt! in NRW damit, dass auch die von der Ministerin angekündigten Arbeitsgruppen ähnlich einseitig wie der "Runde Tisch" besetzt sein werden. Auf diese Weise wird die Ministerin die Kontroverse mit den Bürgerinnen und Bürgern nicht befrieden können. Herr Hohenstein zieht aus dem "Runden Tisch" folgendes Fazit: "Wir rufen alle Eltern und die um die Zukunft unserer Gesellschaft besorgten Bürger dazu auf, die Volksinitiative 'Mehr Zeit für gute Bildung' aktiv zu unterstützen, um möglichst schnell die notwendigen 66.322 Unterschriften zu erreichen."