Drucken

Eltern- und Schülerinteressen werden erhört: Wege der Einbindung der laufenden Jahrgänge 5-8 sollen gesucht werden +++ Mitwirkung der Elterninitiative soll Umsetzung finden +++ Bürger beobachten kritisch, ob eine G8-Geiselhaft von mehreren hunderttausend Schülern vermieden wird

FDP und CDU sagen zu, die Interessen der Eltern und Schüler zu unterstützen. Es werden Wege und Mittel der Umsetzung gesucht. Einen ersten Schritt in diese Richtung geht auch Frau Ministerin Gebauer, indem sie die Elterninitiative gemeinsam mit zahlreichen anderen Verbänden zu einem Gesprächstermin zum Thema G8/G9 eingeladen hat.

Wir erwarten,

Dem Austausch muss nachfolgendes Ziel zugrunde liegen:

Ob Frau Gebauer diesen Erwartungen gerecht wird, wird von den betroffenen Bürgern kritisch beobachtet.

„Mittlerweile ist ein Bemühen der Landesregierung erkennbar, sich für ein „echtes G9“ auch noch für die laufenden Jahrgänge einzusetzen“, sagt Marcus Hohenstein vom Volksbegehren G9. So kündigte Ministerpräsident Armin Laschet öffentlich und schriftlich-persönlich an, es solle eine Prüfung erfolgen, ob die laufenden Jahrgänge in der Unterstufe (Stand vor den Sommerferien), von G8 auf G9 umsteigen können. Die Prüfungsergebnisse stehen noch aus. Gespannt wird eine umfassende Veröffentlichung erwartet.

Ob Herr Laschet dieses Wort hält, wird von den betroffenen Bürgern kritisch beobachtet.

Von nun an soll, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, auch eine sorgfältige Einbindung der Erfahrungen aus dem Land Niedersachsen erfolgen. Diese sollen in die weitere Konzeptentwicklung einfließen. So lassen sich Wege finden, auch die laufenden Jahrgänge 5 bis 8 in einen Umstellungsprozess einzubinden.

Eine solche Lösung ist möglich, wie Niedersachsen zeigt. Wir erwarten, dass dies nun auch politisch gewollt ist und ein fairer, gleichberechtigter, intensiver und fachlicher Austausch der Arbeitsgruppen des Ministeriums mit der Elterninitiative angestrebt wird, um gemeinsam ein qualitativ hochwertiges Konzept zu entwickeln, bei dem die laufenden Jahrgänge 5 bis 8 nicht auf der Strecke bleiben, sondern ebenfalls von einem „echten G9“ profitieren werden. Damit würden die handelnden Personen der Parteien ihre Versprechen einlösen, die sie vor der Landtagswahl zum Thema Bildungspolitik gemacht haben und die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden.

Die Betroffenen werden nicht tatenlos hinnehmen, dass beteiligte Parteien durch Alleingänge mehrere hunderttausend Schüler in eine G8-Geiselhaft nehmen.