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in der Woche vor der Landtagswahl ist es für die Bürger wichtig, die Position der zur Wahl stehenden Parteien zum Turbo-Abitur zu erfahren. Da bisher keine konkrete Bewertung der Aussagen vorliegt, haben wir als Eltern die Positionen der Parteien in Form einer G9-Ampel dargestellt. Sie finden diese Darstellung im Anhang. Die Urheberschaft liegt bei der Elterninitiative g9-jetzt-nrw.de und die Datei ist gemeinfrei.

g9 ampel gr

Grundlage dieser Darstellung sind die Selbstauskünfte der Parteien, die die Landeselternschaft der Gymnasien erfragt hat. Diese sind vergleichend an folgender Stelle zu finden: Strukturvarianten_im_A4_Format20170428.pdf

Den genauen Wortlaut der Antwort der Parteien finden Sie jeweils hier: CDU SPD Grüne FDP

Die G9-Ampel zeigt, dass die Wähler in NRW unter den genannten keine Partei vorfinden, die ihre Anliegen für die Rückkehr zu G9 wie bis 2004 aufnimmt. Trotzdem werden die Unterschiede zwischen den Parteien in NRW deutlich.

Die Wahl in Schleswig-Holstein hat den Wählern ganz andere Möglichkeiten geboten: Der siegreiche Spitzenkandidat der CDU, Daniel Günther, hat den Bürgern ein echtes G9 für alle Gymnasien versprochen. Im Gegensatz dazu stand der SPD-Ministerpräsident Torsten Albig, der mit seinem Ausspruch "man muss G8 an Gymnasien im Land jetzt auch mal aushalten" (Quelle) Kinder und Eltern verhöhnte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Schleswig-Holstein die Position von Daniel Günther mit folgender Aussage unterstützt: "dass es richtig ist, auf die Eltern zu hören bei der Frage, ob die Kinder acht oder neun Jahre aufs Gymnasium gehen sollen – und klar für ein einheitliches G9 zu stimmen." (Quelle). "Dies ist leider bei Herrn Laschet in NRW noch nicht angekommen", sagt Marcus Hohenstein, Sprecher der Elterninitiative g9-jetzt-nrw.de.

In Schleswig-Holstein haben die Wähler Schule und Bildung mit 33 % für das wichtigste Problem gehalten und sich zu 76 % für eine generelle Rückkehr zu G9 ausgesprochen (Quelle: Forschungsgruppe Wahlen).

In NRW ist das nur über das Volksbegehren möglich. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) äußert sich anders als Torsten Albig nicht direkt für G8, sondern aktiv gegen das Volksbegehren für G9: „Vorsicht bei dieser Initiative, die gerade Unterschriften sammelt. Die haben ganz andere Ziele.“ (Quelle) "Dass die SPD in NRW mit allen Mitteln an den Bedingungen des Turbo-Abiturs für alle Schüler festhalten will, zeigt die G9-Ampel sehr deutlich", resümiert Marcus Hohenstein.

Download der G9-Ampel: g9-ampel.jpg [JPEG; 128 kB]