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Nachdem im Jahr 2013 der erste „verkürzte” Jahrgang das Abitur abgelegt hat, lassen sich die Auswirkungen auch an den Zahlen ablesen. Die nordrhein-westfälische Schul­ministerin Sylvia Löhrmann verbreitete folgende frohe Bot­schaft: „Die G8er und G9er erreichen das gleiche Leistungs­niveau.”
Wenn man aber auf die gleichzeitig veröffentlichte Anzahl der Abiturienten schaut, zeigt sich ein ganz anderes Bild: im letzten G9-Jahrgang gab es 57 000 Abiturienten an Gymnasien, im ersten G8-Jahrgang nur noch 47 000. Damit ging die Zahl der Abiturienten an Gymnasien um 17,5 Prozent zurück. Dies lässt sich nicht durch Demographie erklären, sondern ist Konsequenz des Turbo-Abiturs. Dass gleichzeitig der Anteil der Schüler, die die Prüfung nicht bestanden haben, um fast ein Drittel gestiegen ist, passt da ins Bild.